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ShareWood Switzerland AG- Totalverlust der grünen Anlage

Die ShareWood Switzerland AG verkauft seit vielen Jahren Bäume wie Teak-, Eukalyptus- und Balsa-Bäume auf Plantagen in Brasilien. Anleger haben mit gutem Gewissen und einem Beitrag zur Umwelt insgesamt rund 12 Millionen Franken investiert. Die Anleger stammen größtenteils aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein.

Problem: Sharewood hat sich bei den schnell wachsenden Balsabäumen verspekuliert und keine Abnehmer gefunden. Somit verlieren hunderte Anleger insgesamt zwölf Millionen Franken.

Sharewood-Chef Peter Möckli hatte ihnen bis vor kurzem eine Jahresrendite von sechs bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt. Nun bekommen sie nicht einmal ihr Geld zurück.


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte dem Unternehmen bereits im Jahr 2016 verboten, in Deutschland für Teak-, Eukalyptus- und Balsa-Bäume zu werben.


Erstes Urteil gegen die Sharewood AG bereits vorhanden!


Es gibt bereits ein erfolgreiches Urteil des Landgerichts Frankfurt, welche einem Anleger die komplette Rückabwicklung der Anlage nebst Zinsen zugesprochen hat.


Da die Verträge eine lange Laufzeit haben, ist derzeit nicht sicher, wie sich die anderen Bäume entwickeln werden. So können die Teak-Prognosen genauso daneben liegen wie die bisherigen Balsa-Prognosen. Denn tatsächlich hat sich Sharewood auch beim Teakholzgeschäft verspekuliert: Immer mehr Kunden beklagen sich, sie hätten bisher gar keine Rendite oder nur ein paar hundert Franken erhalten.


Denkbar ist zum einen der Widerruf der Kaufverträge, wenn der vertrag über ein sog. Fernabsatzgeschäft abgeschlossen wurde. Einige Gerichte haben Anlegern eine Rückabwicklung ihrer Verträge zugesprochen.

Sollte der Vertrag vor Ort abgeschlossen worden sein, können vertragliche Ansprüche geltend gemacht werden. Die meisten Anleger haben bis heute nicht eine einzige Holzablöserechnung, geschweige denn eine Auszahlung, erhalten. Die Sharewood befindet sich also in Verzug.


In Österreich ist die Rechtsprechung bereits fortgeschrittener als in Deutschland. Der oberste Gerichtshof, also die dritte Instanz, hat bereits im November 2020 ein Vorabentscheidungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet (Rechtssache C-595/20). Zu entscheiden ist unter anderem, welches Recht bei Kaufverträgen dieser Art anzuwenden ist.


Lassen Sie ihren Vertrag prüfen!


Denn die Verträge der verschiedenen Bäume enthalten meist dieselben Klauseln. Das bereits erfolgreich geführte Klageverfahren kann ein Präzedenzfall sein. Sie sollten die schnellstmögliche Rückabwicklung ihres Vertrags anstreben, bevor das Unternehmen Insolvenz anmeldet. Denn wenn viele Anleger jetzt die Rückabwicklung fordern, kann dies zu erheblichen Liquiditätsproblemen bei dem Unternehmen führen.

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